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Dienstag, 23. Februar 2010

Sonderaktion: Rettet Edens Bart!




DU musst etwas für Freiheit und Gerechtigkeit tun!

Ja, genau du! Du, der du da vor dem Monitor hockst und gerade diese Zeilen liest!
Denn die obenstehende Phantomzeichnung ist nicht etwa ein Fahndungsbild der Polizei (obwohl das in naher Zukunft durchaus denkbar wäre).
Nein, meine Freunde - dieses... ist der Eden.
Und der Eden hat ein großes Problem.
Denn der Eden hat einen Bart. Wie man ja sehen kann.
Das wäre zunächst nicht weiter schlimm, denn Bärte sind ja toll. Man kann sie benutzen, um kleinere Vorräte an Essen darin zu speichern und für Notfälle aufzubewahren, man kann sich nachdenklich darüber streichen, um... naja, nachdenklich zu wirken, man spart effektiv Zeit bei der Rasur, man hält sein Gesicht im Winter warm - die Liste der Vorteile ist unendlich!
Aber leider ist Edens Bart das Thema ständiger Disskusionen. Vor allem mit Edens Freundin, dieser diktatorischen Schabracke, die von seiner Gesichtsbehaarung gewaltig genervt ist und keine Gelegenheit auslässt, ihn darüber zu informieren.
Was zunächst nicht weiter schlimm wäre, weil das in den allermeisten Fällen in einen durchaus amüsanten verbalen Schlagabtausch mündet, der sich herrlich dazu eignet, langweilige Autofahrten und Raucherpausen zu überbrücken.
Allerdings hat sie ihr Waffenarsenal in dieser Beziehung vor Kurzem massiv aufgerüstet und droht jetzt damit, einen nuklearen Sprengkopf an einem strategisch sehr bedeutenden Punkt zu zünden.
Ich weiß, die Metapher ist scheiße und nicht wirklich verständlich. Deshalb zitiere ich den relevanten Ausschnitt des Gesprächs an dieser Stelle einfach mal frei aus dem Gedächtnis:

Des Edens Freundin: "Rasier' dir jetzt endlich den Bart ab!"
Der Eden: "Von mir aus."
Des Edens Freundin: "Was, echt?"
Der Eden: "Wenn die Hölle zufriert."
Des Edens Freundin: "Wenn du dir nicht bald den Bart abrasierst, dann..."
Der Eden: "...ja?"
Des Edens Freundin: "...dann..."
Der Eden: "Was dann?"
Des Edens Freundin: "...dann rasier' ich mich einfach auch nicht mehr!"
Der Eden: "..."
Des Edens Freundin: "..."
Der Eden: "...scheiße."


Seht ihr den Atompilz am Horizont? Das ging genau da hin, wo's weh tut, wie ein verbaler Tritt in die Eier.
Jetzt bin ich zwar durchaus kein Liebhaber von gekünstelter Schönheit und Make-up-schichten so dick wie der Putz an der Häuserwand, aber ich bin auch nicht Naturfreund genug, um bei Frauen auf lange sexy Beine zu stehen, die genau so behaart sind wie meine.
Ihr mögt nun natürlich einwenden, das war doch sowieso bloß ein Witz und das macht sie ja eh nicht, und ich kann diesen Einwand durchaus verstehen.
Aber der beruht auf der Tatsache, dass ihr sie nicht kennt. Glaubt mir, dieses erbarmungslose Monster wird das eiskalt durchziehen, ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Meistens finde ich diese Entschlossenheit durchaus gut, aber in diesem expliziten Sachverhalt... wünschte ich mir, ich hätte eine lebensechte Barby ohne Charakter als Freundin.

Ihr seht also mein Dilemma.
Ich brauche Gegenmaßnahmen, ich brauche auch eine Atomwaffe. Ich brauche nukleare Feuerkraft, mit der ich den ganzen scheiß Planeten einäschern könnte, um diesen Kalten Krieg für mich entscheiden zu können.

Und hier ist eure Initiative gefragt!

Wer auch immer mir wirkungsvolle Vorschläge für effektive Kontermöglichkeiten macht, bekommt... nun... die Gewissheit, einem armen Mann geholfen zu haben, der nichts weiter will als die Haare in seinem Gesicht zu retten. Ihr könnt auch Wünsche für Belohnungen äußern - machen wir ein Gewinnspiel daraus! Ein Königreich für den, der Edens Bart vor der Auslöschung bewahrt!
Ich zähle auf euch (und ich hoffe verdammt nochmal, dass ich wenigstens ein oder zwei stille Leser habe, von denen ich nichts weiß und die sich jetzt angesprochen fühlen)!
Ergreift die Initiative! Tretet ein für die Freiheit eines Mannes, sich einen Bart wachsen zu lassen, kämpft gegen die Einflussnahme neoamazonischer Rasurfaschistinnen auf die Individualität und das Recht des Einzelnen, engagiert euch für soziale Gerechtigkeit!

Es liegt an euch.

Rettet Edens Bart!

Dienstag, 26. Januar 2010

Schlagzeilen: Eden wieder da! Neuer hoffnungsloser Versuch

Okay, ich bin wirklich ein faules Arschloch.
Ich will gar nicht versuchen, den exorbitanten Zeitraum, der seit dem letzten Eintrag vergangen ist, zu entschuldigen. Nicht, weil ich das nicht könnte. (Natürlich könnte ich das, ich kann ja sowieso alles.) Vielmehr, weil es wahrscheinlich ohnehin keinen interessiert, da dieser Blog nie wirklich eine feste Lesergemeinschaft hatte.
Womit wir natürlich wieder bei den exorbitanten Zeiträumen sind, die zwischen den Einträgen vergehen.
So kann das auch nicht funktionieren, Eden.
Irgendwo bin ich hier zwischen dem Bestreben, halbwegs sinnvolle, interessante und anspruchsvolle Einträge gestalten, um es nicht zur puren Selbstdarstellung à la "Was habe ich heute zu Mittag gegessen?" verkommen zu lassen, und meiner eigenen Faulheit gescheitert.
Warum das dann diesmal anders sein sollte?
Keine Ahnung, wirklich. Wahrscheinlich ist das ähnlich wie eine der vielen Entschuldigungen und Versprechungen von Süchtigen an Bekannte, dass sie sich bessern werden.
Jedenfalls sitze ich grade hier, höre Beethovens neunte Sinfonie und drücke mir eine Packung tiefgekühltes Fertiggerichtspantschmischgemüse in meinen Nacken, der sich... nun, nicht angenehm anfühlt. Wie allgemein viele Stellen meines Körpers momentan.
Edens Freundin fand es nämlich heute angebracht, ihr Auto und ein Straßenschild vollkommen zu zerlegen. Das findet Eden prinzipiell nicht gut, weil er Straßenschilder, Autos und ja, sogar seine Freundin (!) eigentlich mag, aber noch weniger gefällt es ihm, wenn er währenddessen daneben sitzt.
Naja, wie sich das in einer heterosexuellen Beziehung nach der alten Rollenverteilung eben so gehört, habe natürlich ich als Mann die Auswirkungen des Unfalls sehr viel deutlicher zu spüren bekommen, während sie bis auf ein paar Schrammen unverletzt ist. Und das soll sich dann Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern nennen.
Aber egal, es hätte ja auch anders laufen können. Sehr anders sogar. Wäre das Schild einen halben Meter weiter links gestanden, hättet ihr doch tatsächlich euren heißgeliebten und verehrten Eden verloren! Und das zwei Tage vor dem Release von Mass Effect 2! Die Realität kann tragischer und dramatischer sein als jeder Schnulzenroman.
Keine Ahnung, was das jetzt damit zu tun hat, warum ich hier wieder mal schreibe.
Vielleicht, weil mir langweilig ist.
Vielleicht auch, weil mich verdammt nochmal jemand bemitleiden soll.
Los!

Um den Eintrag also letztendlich zusammenzufassen:
Re.



...übrigens hatte ich heute Steaks zum Mittagessen. Sie waren gut.

Dienstag, 24. März 2009

Die Ästhetik des Schreibens

Ich. fühle. mich. fabelhaft.

Nicht, weil meine absurde Selbstfindungsaktion endlich Früchte trägt - obwohl sie voran schreitet - oder die abklingenden Depressionen wie durch ein Wunder ein Ende gefunden haben.
Aber mit "Die Krone der Evolution", zu finden im letzten Eintrag, ist endlich etwas passiert, das längst überfällig war - ich kann wieder schreiben. Die geistige Blockade ist endlich weg, es kommen wieder Ideen, Geistesblitze, die Sätze formulieren sich wie von selbst. Wie früher.
Und es sind nicht nur die Ideen, die wieder kommen.
Es macht mir wieder Spaß, zu schreiben. Während dem Verlauf der Depression verwandelte sich das vom Hobby immer mehr zur Arbeit - und ich bin nun mal ein faules Schwein. Irgendwann habe ich nur noch geschrieben, um die Stimmen zum Schweigen zu bringen, die endlich wieder etwas zum Lesen von mir haben wollten.
Aber auch das ist jetzt anders. Ich habe endlich wieder Spaß an der Aktivität an sich. Das Beschreiben, das Formulieren, das Ausschmücken, die stilistischen Mittel, alles kommt wieder zurück.
Ich bin wieder da.
Und ich habe nicht vor, das so schnell wieder zu ändern.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wir schaffen uns einen neuen Eden - Schritt 1: Vergessen, Schritt 2: Analysieren

Ich denke, wir sind uns einig, dass ich ein verlogenes Arschloch bin und die Sache hier ziemlich habe schleifen lassen.
Gut, allein diese Feststellung ist momentan schon Einiges wert.

Denn jetzt kommt etwas, das als Selbststudie und hoffentlich für einige wenige, die vielleicht wirklich mal hier lesen, interessant werden könnte.

Die Ausgangssituation ist Folgende: Ich habe Depressionen. Schon seit langer Zeit, was ich auch mal ganz nebenbei als Vorwand benutzen könnte, dass ich in vielem, was ich mir vorgenommen habe, sehr inaktiv geworden bin. Und wir alle kennen ja den tollen Spruch, dass alles erst immer schlimmer wird, bevor es besser wird.
Es ist schlimmer geworden.
Und jetzt wird es wieder besser.
Viel weiter will ich hier jetzt auch nicht darauf eingehen.

Zumindest bin ich jedoch wieder aus dem Loch des totalen Zusammenbruchs heraus und fähig, auf einer menschenmöglichst objektiven Ebene über mich selbst zu reflektieren - eine Fähigkeit, die mir in den schlimmeren Zeiten der Depression komplett verloren gegangen ist. Wenn ich dramatisch wäre, könnte ich sagen, ich stehe vor den Trümmern meines eigenen Selbst.
Aber ich bin nicht dramatisch.
Deshalb formuliere ich hier einfach eine Tatsache als Ausgangslage, die mir heute klar geworden ist und mich ziemlich getroffen hat:
Ich habe große Schwierigkeiten, mir selbst die Frage zu beantworten, wer ich bin und was meine Ziele sind. Ich saß die letzten eineinhalb Stunden in meinem dunkler werdenden Zimmer, habe darüber nachgedacht, und ich bin absolut unfähig, mir diese Frage zu beantworten. In meinem Kopf herrscht eine ziemliche Gedankenflut mit derartigen Konflikten, dass ich mich wie innerlich zerrissen fühle und gar nicht mehr weiß, wie ich mich mir selbst und anderen gegenüber verhalten soll. Vieles davon ist zu persönlich, als dass ich es hier schreiben würde, aber ich nehme mal ein simples Beispiel:

Position 1: Ich hasse die Menschheit und die Gesellschaft, die mir beide als globale Plage erscheinen.
Position 2: Ich werde wohl als Mensch nie umhin kommen, einzelne andere Menschen sympathisch zu finden. Das ergibt sich eben.

Daraus resultieren Fragen. Fragen wie "Wie soll ich mich anderen gegenüber verhalten? Gibt es für mich persönlich einen Kompromiss, den ich akzeptieren kann? Muss ich mich nicht im Grunde selbst hassen und mögen, weil ich ein einzelner Mensch und doch Teil der gesamten Gesellschaft bin?"
Interessante Fragen, die ich momentan aus dem Stegreif nicht beantworten kann.

Deshalb habe ich mir selbst vorgenommen, mich in den Ferien intensiv darum zu kümmern, diese Fragen und viele mehr zu beantworten, während andere Menschen kostümiert und dämlich grinsend durch die Straßen rennen und sich zulaufen lassen. Ich werde aufschreiben, welche Positionen sich in meinem Kopf gegenüberstehen, ich werde meine Ziele aufschreiben, ich werde mich selbst gewissermaßen analysieren und so versuchen, endlich wieder ein halbwegs intaktes "Ich" zusammenzuschustern, das mir durch die Depression irgendwie abhanden gekommen zu sein scheint.

Nehmt es als eine Art "Selbstfindung", wenn man so einen abgetakelten Begriff verwenden will. Und ich denke, ich werde nicht in der Lage sein, all diese Gedanken wirklich wieder zu ordnen und meinen Kopf frei zu bekommen, wenn ich sie nicht schriftlich festhalte.

Das hier wird mehr ein Logbuch mit Zwischenberichten, wie's gerade läuft. Vieles, das zu persönlich ist, wird niemals hier erscheinen. Warum ich es trotzdem hier als Beitrag reinsetzte? Zum einen, weil ich mir gerade eben damit selbst klar gemacht habe, wie ich vorgehe und was mein Ziel bei der Sache ist.
Zum anderen bin ich eine Attention Whore.

Wir fangen an mit den ersten beiden Schritten, die ich über das Wochenende und vielleicht darüber hinaus betreiben werde:

Schritt 1: Vergessen - Vergessen, wer ich vorher war, Vorurteile, altes Gedankengut, an dem ich festgehalten habe und das mir überholt scheint...einfach vergessen und mich darauf konzentrieren, was jetzt ist.

Schritt 2: Analysieren - Mich selbst erkennen, die Gedanken aufschreiben, die sich in meinem Kopf scheinbar unvereinbar gegenüberstehen, erst einmal in der Form einer bloßen Bestandsaufnahme, alles Weitere kommt später.

So viel dazu, mehr in den folgenden Tagen.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Re.

Was habe ich vor etwas mehr als einem Jahr gesagt?

In Zukunft erwarten euch also hier Einträge strotzend vor Intelligenz, Action, Humor und Sex - und dem ganzen anderen Schwachsinn, den ich im alten Blog angekündigt und nie durchgeführt habe. Aber ich kann mich ändern.
Versprochen.

Ich bin wirklich ein verlogenes Arschloch.
Aber ich gelobe Besserung. In nächster Zeit steppt hier wieder der Bär.
Versprochen.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Menschen machen manchmal seltsame Dinge.

Ich sitze hier zum Beispiel in einem Ganzkörperhühnerkostüm und schreibe einen Beitrag für meinen Blog.

Warum?

Weil ich das Ganzkörperhühnerkostüm morgen in der Schule anziehen werde.
Bebilderter Erlebnisbericht folgt.

Menschen machen manchmal wirklich seltsame Dinge...

Montag, 22. Oktober 2007

Der König ist tot! Es lebe der König!

Tja, still und heimlich habe ich zugeschlagen - und bin umgezogen.
Aus der Hölle von myblog.de sozusagen direkt in das feuchtfröhliche Nerd-paradies blogspot.com.
In Zukunft erwarten euch also hier Einträge strotzend vor Intelligenz, Action, Humor und Sex - und dem ganzen anderen Schwachsinn, den ich im alten Blog angekündigt und nie durchgeführt habe. Aber ich kann mich ändern.
Versprochen.
Nur für euch.

In diesem Sinne: Willkommen in den tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus.